Weidenbienen reagieren sensibel auf höhere Bodentemparaturen

Neues aus der Bienenforschung: Die "Bienentagung 2026"*

 

Henri Greil vom Julius- Kühn- Institut in Braunschweig interessierte sich für die Wirkung von einem veränderten Temperaturregime im Winter (Dez. bis März) auf die Entwicklung von Solitärbienen. Dafür nutze die Forschergruppe nicht die standardmäßig genutzten Mauerbienen als Modellorganimus, sondern grub die Nester von der Großen Weidensandbienen (Andrena vaga) aus. Die Nester, die aggregiert in 30-40cm Tiefe im Boden angelegt werden, wurden ins Labor transferiert. Dort wurden sie temperiert nach i) dem heutigen, ii) einem vergangenen und iii) einem zukünftig prognostizierten Temperaturregime. Die Ergebnisse zeigten, dass sich zum einen die Atmungsrate erhöhte, andererseits auch weniger Larven zum Ende des Winters noch lebten, wenn die Temperaturen höher waren. Die Weibchen waren davon mehr betroffen als die Männchen. Bei Osmien war das Ergebnis dagegen nicht signifikant. Allerdings schlüpften bei höheren Dezembertemperaturen die Tiere früher. Wir lernen daraus,  dass es wirklich auf die Art anpasst, wie sie auf die Umweltbedingungen auswirken.