Gibt es „extensive“ Beutentypen?

Neues aus der Bienenforschung: Die "Bienentagung 2026"*

 

Jana Bundschuh stellte einen vierjährigen Versuch von Forschungsring e.V. und Demeter Beratung vor. Dabei wurde die Entwicklung von Naturschwärmen in Dadant Magazinbeute, Bienenbox, Bienenkiste und Schiffertree (eine Baumhöhlensimulation als Nisthilfe für wilde Honigbienen) an zwei Standorten verglichen (jeweils 4x4 Völker, n=32). Es stellte sich heraus, dass sich die Eingriffsdauern und Anzahl der Standbesuche nicht signifikant unterschieden. Dadant Völker hatten im Durchschnitt der Jahre (inklusive des ersten Jahrs des Schwarmaufbaus) deutlich mehr Honigertrag und benötigten signifikant mehr Futter als die Völker in anderen gemanagten Beutentypen. Die Gewichtsverläufe zeigten eine deutlich höhere Kurve für Dadant, es folgten Bienenkiste und Bienenbox, dann der Schiffertree. Die Überlebensraten waren deutlich reduziert für den Schiffertree. Dies konnte allerdings nicht mit erhöhtem Parasitenaufkommen in den Völkern erklärt werden. Wider Erwarten hatten die jungen Schwärme oft höhere Krankheitslasten als die überwinterten Völker. Es liegt daher für die Diskussion nahe, dass die reduzierten Sammelmengen – entweder aufgrund der Beutengeometrie oder (näherliegend) aufgrund der mangelnden Tracht – der Hauptgrund für die Winterverluste der unbehandelten Völker in den Nisthilfen waren.