Nektarhefen und ihre Rolle bei der Blüten- Bestäuber- Interaktion

Neues aus der Bienenforschung: Die "Bienentagung 2026"*

 

Yuliiya Kavalova vom JKI Braunschweig untersuchte, wie sich die Hefen- Gemeinschaften in Sonnenblumenblüten unterschieden, wenn sie von verschiedenen Bestäubern besucht wurden. Mit Netzen wurden jeweils die tagaktiven, die nachtaktiven oder alle Bestäuber ausgeschlossen, wohingegen die Kontrollgruppe von zugekauften Erdhummelvölkern kontrolliert bestäubt wurde. Nach der Kultuvierung der Hefen aus Nektar, Luft und Hummelmägen auf Agar Platten im Labor sowie der Analyse ihrer DNA Sequenzen konnte Yuliiya sehen, dass die Hefegesellschaften in den Blüten deutlich weniger Arten beinhalteten, als z.B. auf den Blättern der Sonnenblumen vorkommen. Nektarhefen sind somit recht konkurrenzstark. Da nur die Tagbestäuber die Hefe Meschnikowia reukaufii übertrugen und in der Luft keine Hefen zu finden waren, kann davon ausgegangen werden, dass die Bienen die Überträger dieser Hefeart sind. Auch die Hefen-Komposition in den Mägen der Bienen war von der Präsenz der Nektarhefen beeinflusst. Zukünftige Forschung soll zeigen, ob die Hefen eine Rolle für die Bienengesundheit spielen. Der Verbleib der Nektarhefen im Winter bleibt weiterhin ungeklärt.